Schlaraffia Flensburgia

 

Auf dieser Seite werden  dem „Uhuversum“ Fechsungen vorgestellt!


Die alten Rittersleut  

von Ritter Agilo (247)


Ritter Heinrich der Unstete


Ritter Heinrich war ein Schlimmer,

er nahm‘s nicht so genau,

er weilte nachts im Zimmer

von mancher Edelfrau.


Die eigne Burgfrau grollte,

weil er zu ihr nicht kam,

bis das der Tod es wollte

und Heinrich zu sich nahm.


Sie ließ ihn schnell begraben,

hat billig ihn verscharrt,

wollt‘ nur das Erbe haben;

denn ihr Gemüt war hart.


Die Andren ihm so holden,

sie klagten Tag und Nacht -

Noch schien die Sonne golden,

dann kam der Herbst mit Macht.


Er kam mit kurzen Tagen,

mit Kälte, Schnee und Sturm,

und an der Witwe nagen

Reu und Gewissenwurm.


Die Seele sich zu retten

baut sie ein Totenhaus,

und um ihn umzubetten,

grub man den Ritter aus.


Man fand nur eine Truhe,

ein Zettel lag darin:


„Ach, lass mir meine Ruhe,

es bringt dir kein Gewinn.


Du wirst auch nie gescheiter,

bleib lange noch gesund.

Ich lieg drei Gräber weiter

beim Fräulein Kunigund !

Akrostichon & Sonett

Ritter Kinken, der Verschlungene (135)


Thema:  Komm, Liebste, lass uns Rosen brechen,

              weil sie noch voll und farbig sind!


Komm mit zum Frühlingsfest! Zur Huldigung der Frauen,

Liebste, in der Burg herausgeputzt sie harren.

Lass huldigen sie Euch, die Ritter, stolz gleich Staren!

Uns Rittern hebt`s das Herz, wenn Euren Glanz wir schauen!


Rosen, Duft, Ihr Holden, weit schöner als von Pfauen,

brechen? Uns umschwebet der Anmut Hauch in Jahren,

weil heut so licht gewandet Ihr in die Burg gefahren,

sie so mit Eurem Glanz zu füllen sie und bauen!


Noch tobet hier der Kampf um Eure Huld und Krone

voll Inbrunst. Jeder hofft, ihm werde sie zum Lohne

und schmücke ihn und zeige so seiner Fechsung Kunst!


Farbig strahlt in Schönheit hier der Burgfrau`n Pracht,

sind eben Glanzeslichter in dieser Frühlingsnacht!

Kommt, Liebste, brecht mir Rosen und schenkt MIR Eure Gunst!


Ehrenritter der Flensburgia,

Ritter VERSINUS der hohen Kilia !!


Hohes Reych Flensburgia, vielliebe Sassen, Schlaraffen hört!


Es ist ein so völlig neues und ein so wundervoll herrliches Gefühl der Freiheit, ein Querkopf sein  können zu dürfen.


Mit der Verleihung dieses einmalig wunderschönen Ordens, der höchsten künstlerischen Ansprüchen gerecht wird, habt Ihr einen lange in mir gespürten Knoten gelöst, der mich hinderte, querköpfig zu denken. Jetzt, wo ich den Orden stolz an Eurem Ehrenhelm trage, kann ich befreit und ungeniert quer und auch köpfig denken.


Habt Dank liebe Freunde, für diesen Beweis Eurer Freundschaft. Es war ein tolles Erlebnis und eine - nicht nur wegen der Ordensverleihung - schlaraffisch - heitere Sippung in der Flensburgia, (trotz des reichlich mageren Sippungs - Thema).

Ich grüße das Reych, alle Sassen und Gastrecken mit einem Lulu der neuen Generation!


Ordensfest

Rt Kinken, 26.02.150

 

Schlaraffen hört und lasst Euch künden

was in der Duburg heut wir finden:

In dieser Festung hoch im Norden

regnet`s Titul und auch Orden!

Drum hängt ein braver Rittersmann

sich Orden reichlich um und an

und zeigt so: Er ist nicht begehrlich,

denn Orden tragen ist beschwerlich,

was manch Geehrter Euch bezeugt:

die Last des Blechs hat ihn gebeugt!

Vernünft`gerweis` nach solcher Zier   

verspüren wir drum keine Gier;

ja beugen wir selbst unser Knie,

so ist doch alles Parodie!


Doch andrerseits hebt Ordensschmuck

- vergleichbar wie im Festsaal Stuck –

des Rittermannes Strahlekraft,

was – wie er hofft – Respekt verschafft!

Und selbst, wenn es auch Parodie,

erhält man doch solch Orden nie,

ohn` dass man sie nicht auch verdiente,

das Reych an mir sein` Schuld so sühnte!

Ja längst hätt` ich sie am Revers,

wenn nur der Thron so stur nicht wär:

Warum kam denn mein Nebenmann

mit Orden so viel früher dran?

Denn ehrlich, hört den mal beim Fechsen,

das klingt als ob die Krähen klecksen!

Oder gar die dreisten Sänger,

dabei kann ich das viel länger!


Ach wär ein Orden für mich schön:

Soo müsst mich meine Burgfrau sehn!

Was, solche Ehren mir nicht winken??

Dann geh ich! Aufrecht! Ich, der Kinken!!

Dankesrede von Junker Peter

anlässlich seiner Erhebung in den Junkerstand am

16. im Ostermond a.U. 150



Schlaraffen hört!


Ein Mann kriegt einen neuen Namen,

na ja, den alten kriegt er heut‘ zurück.

Dies doch schlaraffisch nicht profan

in andres Licht die Sach`sich rückt.


Nun schwindet, was für lange Zeit

`ne Nummer war: Die zwei-zwei-vier.

Doch wird sie in Erinn‘rung bleiben

als Anbeginn Schlaraffias mir.


Bin uhuhertzlich dankbar allen,

die mich geleitet, mich geführt,

die mich in Freundschaft aufgenommen

in uns‘rem Bund, der ewig währt.


Von Stumhaub‘ hin zum Junkerhelm,

ist grad ein Schritt im Uhuversum.

So denkt sich das der greisend Schelm,

doch Ansporn sei‘s für weit‘res Tun.

Zueignung

Rt Kinken 151



Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,

die früher schon sich meinem Blick gezeigt,

versuch ich drum, euch dieses Mal zu halten,

fühl ich mein Herz doch solchem Wahn geneigt!

Drängt euch nur zu! Ihr möget itzo walten,

wie ihr aus Dunst und Nebel steigt;

mein Ritterherz wird AHA-nungsvoll erschüttert,

da Zauberhauch euch UHU-gleich umwittert.


Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen

nach Freundschaft, Kunst, Humor bei den Schlaraffen,

die oft nur leis in unbestimmten Tönen

in UHUs Burg sich noch Gehör verschaffen!


Vorspiel in der Burg


Oberschlar.    Schlaraffen hört, die ihr - nicht oft –

    in Not und Trübsal beigestanden,

    sagt, was ihr in schlaraff’schen Landen

    bei Sippungen euch denn erhofft?


Fechser    Oh sprich mir nicht von jener bunten Menge,

    bei deren Anblick mir der Geist entflieht.

    Verhülle mir das wogende Gedränge,

    das wider Willen mich zum Strudel zieht!

    Was glänzt, ist für den Augenblick geboren,

    das Echte bleibt der Nachwelt unverloren!


Hofnarr    Wer machte denn der Mitwelt Spaß?

    Den will sie doch und soll ihn haben!


Oberschlar.    Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen.

    Ein jeder sucht sich endlich etwas aus.

    Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;

    und jeder geht zufrieden aus demHaus.

    Gebt ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken!

    Solch ein Ragout, es muss euch glücken;

    Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht.

    Was hilft’s, wenn ihr ein Ganzes dargebracht,

    die Sassenschaft wird es euch doch zerpflücken!


Fechser    Ihr fühlet nicht, wie schlecht solch eine Fechsung sei?

    Wie wenig das dem echten Fechser zieme?

    Der saubern Ritter Pfuscherei

    ist, merk ich, schon bei euch Maxime!


Oberschlar.    Ein solcher Vorwurf lässt mich ungekränkt;

    ein Mann, der recht zu wirken denkt,

    muss auf schlaraff’sches Werkzeug halten.

    Bedenkt, ihr habet weiches Holz zu spalten,

    und seht nur hin, für wen ihr schreibt!

    Was träumet ihr auf eurer Fechserhöhe?

    Macht eine volle Burg euch froh?

    Beseht die Sassen in der Nähe:

    Halb sind sie kalt, halb sind sie roh.

    Der, nach der Sippung, hofft ein Kartenspiel,

    der eine wilde Nacht an einer Burgfrau Busen,

    was plagt ihr armen Toren viel,

    zu solchem Zweck, die holden Musen?


Fechser    Geh hin und such dir einen andern Knecht!

    Der Fechser sollte wohl das höchste Recht,

    Schlaraffenrecht, das ihm UHU vergönnte,

    so billig, freventlich verscherzen?

    Wodurch bewegt er die Schlaraffenherzen?
    Ist es der Einklang nicht, schlaraff’scher Freundschaft Element?


Hofnarr    Greift nur hinein ins voll’ Schlaraffenleben,

    manch Ritter lebt’s, nicht vielen ist’s bekannt,

    und wo ihr’s packt, da ist’s interessant!

    In bunten Bildern wenig Klarheit,

    viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit:

    so wird Schlaraffentrank gebraut,

    der Sassenschaft erquickt, erbaut.


Oberschlar.    Der Worte sind genug gewechselt,

    lasst mich auch endlich Taten sehn!

    Indes ihr Komplimente drechselt,

    kann etwas Nützliches geschehn.


Fechser    Habe nun, ach! Philosophie

    Spiegelgesetze und Theorien

    und leider auch Ceremonie

    durchaus studiert in heißem Bemühn.

    Da steh ich nun ich armer Tor

    und bin so klug als wie zuvor!

    War Junker, heiße Ritter gar

    und ziehe schon an die zehen Jahr

    herauf, herab und quer und krumm

    im Uhuversum wild herum

    und merke, dass UHU wir nicht erkennen,

    das will mir schier das Herz verbrennen!


    Oh sähst UHU im Mondenschein

    zum letztenmal du meine Pein,

    wenn ich so manche Mitternacht

    beim Fechsen hab herangewacht:

    dann über Büchern und Papier

    Schlaraffengeist erschienst du mir!


UHU    Wer ruft mir?


Fechser Herrliches Gesicht!


UHU    Du hast mich mächtig angezogen,

    an meiner Sphäre lang’ gesogen!

    Wer bist du, Ritter, des Stimme mir erklang?

    Ein furchtsam weggekrümmter Wurm?


Fechser    Soll ich dir, Uhubildnis, weichen?

    Ich bin Ritter! Deinesgleichen!

    Der du die weite Welt umschweifst,

    geschäft’ger Geist, wie nah fühl ich mich dir!


UHU    Du gleichst dem Geist, den du begreifst,

    nicht mir.           

Flensburgias Weg zur „Läuterung“

(Sonett)

Ritter Fürst Kinken, der Verschlungene


Der Mensch erträumt sich gern ein fett Schlaraffenland,

in das durch süßen Brei er kriechend sich durchisst,

dann faul im Schatten döst, gebrat‘ne Tauben frisst.

Verliert so seine Würd‘ und letztlich den Verstand!


Wie anders scheint mir da, was mein Schlaraffenland:

Sind wir von Kunst beseelt, uns hold die Muse küsst;

im Denken und im Tun Humor zugegen ist

und alle fest umschließt schlaraffisch Freundschaftsband.


Doch kennt Flensburgia auch, was schärfet unsern Geist

und was manch braven Ritter keck in die Nase beißt,

was sicher auch geschätzt - des Geistes Heros - Goehte.


Drum hat den Dampf im Kessel der Styxin Kunst erwiesen;

ent-brannt für den Humor, wird jeder Zwerg zum Riesen:

herzlich er Freundschaft pflegt, bei Flensburgs Dampfbrandlethe.


30 Punkte und mehr

Knappe 225 am 7. im Lethemond a.U.151



„Jeder kennt sie, mancher hat sie, aber keiner weiß, wie sie eigentlich aussehen.“ Die Flensburger Punkte.


Die gleichnamige Ausstellung war mein 1. Höhepunkt  der 1. Sommerung in meinem kurzen schlaraffischen Leben. Im Museum las ich: „Der Punkt braucht keine Ecken“, fürwahr; aber es gibt doch Eckpunkte, die unter schlaraffischen Gesichtspunkt Kunst, Freundschaft und Humor heißen.


Da ich allerdings unpünktlich zur ersten Kristaline erschien, rutschte ich auf den absoluten Tiefpunkt der Sommerung, der sich aber im nach herein als Wendepunkt erwies.


Es dauerte nicht allzu lange, da trafen sich alle Knappen und Junker zum gleichen Zeitpunkt auf dem Sammelpunkt Bockholmwik, um dort den Aussichtspunkt sowie den Stützpunkt des Gestrengen zu genießen. Der Junkermeister konnte an diesem Tag viel punkten, seine Burgfrau verdient für die Herzlichkeit mindestens zwei Bonuspunkte.


Als ich die e-mail Adresse von piano-peter entdeckte, ersetzte ich im Geiste die Ps durch einen Punkt und erhielt so den Doppelpunkt. Hinter dem  - Punkt für Punkt - aufgezählt werden kann. Alle die Stücke, die wir in dieser Winterung hören werden, all die Ämter, die Ritter Klavier inne hat und all die einzelnen Baumaßnahmen, die getätigt worden sind. Ich hoffe nur, dass dadurch sich nicht der Taupunkt in der Zwischenwand verschoben hat.


Auch unsere Würdenträger tragen alle einen Punkt in ihrem Ritternamen. Wobei meine Anteilnahme Ritter Wohlbedacht gilt, denn er ist der einzige unter ihnen, der den Nullpunkt trägt. Den wohl klingelnden  i-Punkt trägt der Ritter Magniiiiii.


Möge in der kommenden Winterung Knackpunkte nicht zu Streitpunkten werden, sondern die Stichpunkte der Fechser sollen die Sassenschaft zum Siedepunkt bringen!


Würde ich nun den Thron fragen, ob ich die 30 Punkte genannt habe oder noch weiter reden müsse; und die Herrlichkeiten, fänden die korrekte Antwort heraus, so wäre belegt, dass unsere Herrlichkeiten sogar punktuell erleuchtet seien!!!

LuLuLu  



ausgeschriebene Punkte: 27
gesetzte Punkte: i, Semikolon, Doppelpunkte, Umlaute: 195
insgesamt: 222,
Wenn Ihr es nicht glaubt, dann zählt doch nach!



Neubeginn

Junker Peter am 7. im Lethemond a.U. 151



Der Somm´rung Monde ging´n dahin !

Die Wonne erst, dann Brache,

gefolgt vom Heu- und Erntemond:

Ihr mögt gehabt hab´n gute Tage !

Ehe !


Der Herbstmond zeigte Euch die Neige

des freien Spiels und hin zum End´.

Nun hat die Winterung uns wieder

mit Lethe erst  - und das behend`-

Ehe !


Es folgt der Wind und dunklere Tage

bis hin zur Jahrungs Christmond,

Der Eismond dann, der so oft arge,

und Hornung, Lenz- und Ostermond.

Ehe !


Das Spiel beginnt im neuen Jahr

mit Festen allerorten

zu Ehr´n von Kunst, Humor und Freundschaft

des Uhuversums großen, alten Worten.

Lulu !


Kunst schöpft, wer schenkend ersinnt,

Ritter Tytan , Kyborgia (27)



Kunst schöpft, wer schenkend ersinnt,

dass die Seele lacht;

und mit dem Können gewinnt -

schlaraffische Pracht.


Humor ist reine Sonne,

die von innen scheint;

entfacht Feuer zur Wonne,

Schlaraffen vereint.


Das Ideal heißt Freundschaft,

die ewiglich blüht.

Schlaraffias wahre Kraft,

die im Herzen glüht.


Wir hier leben diese drei.

Hohes, edles Holz,

in Treu‘ vereint, im Geist‘ frei !

Darauf sind wir stolz.


Lulu



    Persiflage            

       w´d Ritter Reimerl der Wienosoph (207)



Schlaraffia ist schon ein b`sondrer Verein,

in diesen Verein passt nicht jeder hinein:

Ein Mensch sollt`man sein, ein gar einfältig Tor

mit Sinn für Romantik, für Kunst und Humor,

das Rittertum dient nur als äuß`re Staffage.

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Betritt man die Burg, grüßt man erst den UHU devotest,

dann erst lacht man den Freunden zu.

Der Vogel schenkt Weisheit, erleuchtet den Thron,

verlangt von uns strengste Subordination,

er ist uns´re Zier, uns´res Reyches Takelage!

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Gesetz sind uns Spiegel und Ceremonial,

sie leiten die Ritterschaft uhuversial;

verstößt man dagegen so wird man gepönt,

verlacht und im Burgverlies schmachtend verhöhnt,

und mancher erschrickt vor der eig`nen Visage.

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Und scheint es dem Hofnarr`n gar oft als ein Hohn,

die Krone des Reyches ist immer sein Thron!

Wie hoheitsvoll sind des Fungierenden Gesten –

was er verkündet gehört (meist) zum Besten,

vollendet erklingt mancher Rede Passage!

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Beim Einritt stelzt mancher daher wie ein Pfau,

er denkt und er hofft, jeder kennt ihn genau,

die Amtskette, Orden sie zieren die Brust,

man ist, wie man sieht, seines Wertes bewusst.

Da fehlt nur die Sänfte, die Hofequipage!

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Die Rostra ist schon ein verteufelter Ort,–

von ihr ertönt in`s Reych schwer erarbeitet Wort,

man zittert, man spürt einen Knödel im Hals,

es bebet die Stimm`(so erscheint`s jedenfalls),

Kein Wunder, dass manchen verlässt die Courage!

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Ein Orden, ein Titul, schlaraffische Zier

auch wenn er aus Blech nur, aus Holz und Papier.

Wird damit bedacht man, schlägt glücklich das Herz

geht leer aus der Ritter, ist furchtbar sein Schmerz,

besonders die Burgfrau beweint die Blamage

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage.


Und ist die Wint`rung zu Ende, das Spiel,

winkt manchem ein neues, ein lohnendes Ziel.

Denn dann wird gewählt -– für ein Ambt, für den Thron,

die beste geeignete Standesperson.

So mancher gerät voller Ehrgeiz in Rage - - -

Nehmt es nur nicht so wichtig – `s is`all`s Persiflage..


Die Freundschaft die schreiben wir groß auf`s Panier

und spiel`n unser Spiel mit off`nem Visier.

Vielleicht, dass auch mancher gefunden den Freund

durch den ihm bereichert das Leben erscheint.

Dazu braucht`s bei uns ka besond`re Bandage,


und nur das ist uns wichtig und nie Persiflage!


Tasten – Kompositionen – Zwischentöne:

Ein Dreiklang auf Ritter Kla‘4
von einem unmusikalischen Knappen

Knappe 225, am 10. im Hornung a.U. 152


Schlaraffen hört,

heißt es für die Jungen im Reiche: „Erst Schaffen, dann Schlaraffen“,

gilt für Ritter Kla‘4 „dauerschaffen für diese Schlaraffen“!


Ergreift er das Wort, gibt es nur schwarze oder weiße Tasten,

und der Anschlag mag manchmal etwas härter sein.

Richtet er eine Sippung aus, dann treffen seine Kompositionen aus Labung und Deko stets die Stimmung, sei es eine Alltagsmelodie

oder wie heute ein klassisches Konzert.

Spielt er das Klavizimpel, dann gibt er Alles, für hinterbänklerische Ritter kaum zu sehen, spüren wir an der Junkertafel und vielleicht auch noch der Marschall die Anstrengung, alle anwesenden Sassen mit den gesetzten Tönen zu ergreifen.
Aber es sind vor allem seine Zwischentöne, die uns und auch die Burg immer wieder verzaubern!


Lu  -  Lu  - Lu  (leiser werdend)


Knappe 381, Sasse der Ulma (64)

Gegeben am 27. im Lethemond a.U. 152



Oh Flensburg, Du „Perle im hohen Norden“,

- so wirst Du genannt an anderen Orten -

Du wirkst kühl in Deiner ganzen Pracht,

was das Bild der Patrizier-Häuser macht,

die sich um das Wasser scharen,

das den Himmel spiegelt, den klaren.


Doch halt – so zehn Jahrungen ist es her,

ward eine Sommernacht keine Nacht mehr,

es war Leben, eine mexikanische Nacht,

- irgendwer hat das Motto erdacht –

Eine Straße erstrahlte im hellsten Glanz,

mit gar feuriger Musik und Tanz,

und die Hinterhöfe prächtig geschmückt,

ja dieses Fest, das war richtig geglückt.


Ein paar Wochungen ist es jetzt her,

da fegte der Jazz hier die Straßen leer,

auch diesmal in Hinterhöfen voller Kultur,

von Kühle – gab es da keine Spur!


Wie oft ich in der Förde gebadet hab’,

ich nicht mehr zu sagen vermag.

Einen Ausflug zum Glücksburger Schloss,

ich bei schönem Wetter genoss,

und dort, im lieblichen Rosengarten,

auf jeden die schönsten Düfte warten.


Auch wenn schwere Wolken übers Land gelegt,

und Regen wie Gischt über die Straßen fegt,

wir legen uns dann gegen den wind,

nur Fetzen die Regenschirme sind,

auch das ist Flensburg, die nördliche Stadt.

Und im Winter, wenn die Sonne ganz matt,

wir „Südländer“ können es schwer ertragen,

wie schwach das Licht ist an kurzen Tagen,

und möchten schnell wieder von hier gehen,

dorthin, wo wir im Winter mehr Sonne sehen.



Noch manchen Eindruck könnt’ ich Euch sagen,

den ich eingefangen an einzelnen Tagen,

die ich verbracht hier in vielen Jahrungen,

auch wenn es mir dabei nie gelungen,

„We snackt platt“ – die Wunder zu sehen,

für die ich müsst’ die Sprache verstehen,

die Menschen sprechen, die hier „to hus“,

doch ist das nicht wirklich ein Muss,

um den Glanz dieser Stadt zu sehen,

und mit lebendigem Bild von hier zu gehen,

und fahre ich wieder dem Norden zu,

immer ist Flensburg ein Ziel – Lulu!


Homage an RT Rode Grütt de Lekkertän

frei nach H. Claudius

von Ritter Mook-man

Flensburgia am 08. im Christmond a.U. 152


Kiek mol, wat lütt Hans hier itt !

Alln´s rundüm hett he vergeeten.

Rodegrütt dat is sien Eeten !

Rodegrütt !

In de Sippung letzte Stünn

kunn  he sik op nix besinn´n.

Un in´t Tohörn un in´t Lesen

lang is he so dröm´lig nich wesen.

Man,  he keem bi dat un düt

jümmers mank sien Rodegrütt !

„Na, mien Hermann, noch´n beten ?“

Mudder hett hüüt veel to möten:

Piet un Frank un Franz un Hein eet,

as güng dat um de Wett : Rodegrütt !

Leddig is de grote Grapen,

man Antje ielt em uttoschrapen.

Hans nu denn, de lütte Deef,

höllt mit beede Hann´n den Sleef.

Wat dor allens noch binnen sitt .

Rodegrütt !


Fazit:

Je öller man ward,

desto weniger is man de Oole !


LULU


Neubeginn

Numero IV

im Lethemond a.U. 153

von Rt Mook-man, Flensburgia (135)


Der Weg zur Pforte – freundlich grün – lädt ein zu munt‘ren Schritten.

Dazu die Burg – im neuem Glanz – mit UHU in der Mitten.

So kommen heut‘ von nah und fern,

die Ritter, Junker, Knappen gern.


Ein Sommer, der kein Sommer war, so stöhnen die Profanen!

Doch Sommerung ist immer gut, sag‘n wir seit Zeit der Ahnen.


Ob Sommer oder Sommerung, es ist die Zeyt der Reisen,

einstmals in die Provinz zum Spiel, heut‘ gern zum Golf mit Eisen.


Ob nun denn Sommer oder Sommerung, UHU war stets dabei.

Sag‘n wir ihm Dank zum Neubeginn und das ganz frank und frei.

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Drei Siebe


Schlaraffen, hört! Wir sind versammelt,

weil hier die Profanei nicht drückt.

Unfreundlichkeiten, Wertgerangel –

was in der Profanei kein Mangel -

von sowas sind wir nicht entzückt.


Wir halten es ganz ähnlich, wie

Herr Sokrates mit den drei Sieben

und prüfen alle Worte, die

wir sagen, ob sie übrig blieben,

wenn wir sie durch die Siebe trieben.


Das erste Sieb in unserm Bunde

lässt nur hindurch, was freundlich ist.


Das zweite Sieb in uns´rer Runde

siebt weg, was traurig ist und trist.


Das dritte tut, dass solches schwindet,

worin sich kein Niveau befindet.


In diesem Sinne zollt der Nachtung

Schlaraffias die rechte Achtung!


Magni



Zur Junkererhebung

a.U. 98 (am 18.04.1957)


Es ist nicht grade Tradition,

dass Reime fechst der hohe Thron,

wenn Knappen vor den Stufen steh‘n,

die kindergläubig auf ihn sehn.

Das soll uns weiter nicht genieren,

wir werden reimend heut fungieren.

Hört‘ zu, was ich voll Weisheit sag‘

Ihr kommt jetzt dran, der Reihe nach.


Knapp 1 -3 - 6 als erste Nummer

rein äußerlich ein dicker Brummer,

doch innerlich stets hilfsbereit,

an jedem Ort, zu jeder Zeit,

man braucht ihm kaum ein Wort zu sagen,

schon steht bereit er mit dem Wagen,

er macht zur Tat oft, was wir singen:

Dem Bruder hilfreich beizuspringen.

Nicht gerne er auf die Rostra klimmt,

doch reingestoßen gut er schwimmt,

dann reimt er, dass es nur so raucht -

Uns scheint, dass er zum Junker taugt.


Und nun der Knappe 1 -3 -7 -

hat sich Schlaraffia ganz verschrieben -

Er ist fürwahr schlaraffentreu -

Bei jeder Sippung mit dabei

Wurd‘s Mitternacht im Musentempel,

er holt sich dennoch seinen Stempel,

dem Reych der Mutter steht er nah,

er ritt schon mal gen Kilia -

die Rostra sah ihn häuftig schon,

mit seiner Rezitation -

er hat, was ein Schlaraffe braucht

uns scheint, dass er zum Junker taugt.


Neubeginn

Numero IV

Ritter Mook-man (135) im Lethemond a.U. 154


UHU uns ruft auf seine Weise .

Die Burg uns lockt zu neuem Spiel .

So machen wir uns auf die Reise

und haben all‘ das gleiche Ziel.


LULU hallt‘s wieder aller Orten.

Vielfältig die Erwartung groß.

Was wohl in Taten, Worten

so sein mag nach der Somm‘rung bloß ?


Sich wiederseh‘n nach nun fünf Monden,

geb‘n wir dem alten Spiel den Platz

zu UHU‘s Freud und uns‘ren Wonnen

der kommend dunklen Winterung zum Trotz.


Dann wird es heiter sein und gern auch helle

in Freundschaft durch die Kunst und mit Humor

wie‘s sein soll nach des Bundes Bulle

ohn‘ Finsternis, denn da sei UHU vor.


Gemütsverfassung


Rt Mook-man (135) im Lethemond a.U. 154



Das Tagwerk ist vollbracht. Der Rücken krumm. Gebeugt

lieg‘ ich im Lehnstuhl an diesem Abend heut‘.

Obwohl recht arg  geschafft – ein wenig gar benommen –

will doch der Schlaf so recht mir gar nicht kommen.


Da muss das alte Mittel her, das Hirn noch mal zu zwicken

mit Rätselraten und sodann in  Morpheus‘ Arme bald zu sinken.

Das Spiel gelingt, die Silben flott mir geh‘n so von der Hand.

doch bei der dreizehn senkrecht, steh‘ ich wie vor einer Wand.


Gemütsverfassung heißt es da, die Lösung acht Buchstaben!

Doch wie ich‘s dreh‘ und wende, es fängt mich an zu plagen.

Da muss von waagrecht her mir Hilfe doch gelingen,

wenn‘s Wissen fehlt, muss es das Raten eben bringen.


Die Kreuz, die Quer , ich müh‘mich,  dass der Grips erlahmt,

und seh‘ die Silbe „ata" plötzlich wie gebannt da stah‘n.

Sollt etwa der Oma altes Mittel der Anfang sein vom End?

Da bin ich doch verzwickt, mei‘ Lieber, wieder wach geschwind‘!


Ich haste  weiter durch die Felder bis „rex" sich zeigt,

vom andern waagrecht Wort darunter.

Bekannter Hundename, ja, doch nun wird‘s kunterbunter:

Denn ein Vokal will da so recht nicht passen,

versucht das Hirn mir‘n „e" für‘n „a" jetzt vorzumachen?


Bin‘s  leid und greif‘ für‘n Rater zu garstig teuflisch Zeug.

Das Lexikon muss her, das schon vergilbte, nicht das neu‘ .

Auf Seite sechs-sieben-sechs im dritten Band

find‘ ich‘s Zauberwort zum End.

Fazit:

Bei Seneca, auch Epikur, da stand´s schon lang‘ geschrieben.

Doch diese alten Griechen im Hirsebrey nicht häng‘n geblieben,

sollt‘ man schlaraffisch neu es gern entdecken.

ATA plus RAX statt rex, dazu des Esels Laut IA

führt uns zur Ataraxia,

zum Gleichmut nach des Alltags so profanen Schrecken

zur Gelassenheit für all‘ nur denkbar wack‘ren Recken.

Ahallafeyer       von Ritter Fürst Kinken (135)              21. im Windmond a.U. 154


Schlaraffen hört!


Unsere diesjährige Ahallafeyer gilt keinem einzelnen unserer weiland Sassen als Trauersippung. OHO hat unser Reych – UHU sei Dank – in der letzten Zeyt verschont und keine Sassen gen Ahall abberufen. Wir gedenken also ganz allgemein unserer Altvorderen, die bereits an der großen Rittertafel sippen.


Wir tun das unterschiedlich intensiv, je nachdem, wie nahe wir ihnen standen oder ob  wir sie nur noch aus Berichten kennen, aus Berichten, die man vorzugsweise beim Besuch der Gräber hören kann. So am letzten Sonntag auf dem Mühlenfriedhof, dem Friedenshügel und schließlich auf dem Friedhof in Adelby. Aber auch unsere verstorbenen Schlaraffenbrüder von Glücksburg über Wanderup bis Pinneberg sind nicht vergessen worden.


Der Besuch – in diesem Jahre endlich mal bei herrlichem Wetter – wurde von den zehn teilnehmenden Sassen, denen Wir für ihre Teilnahme herzlich danken, in heiterer Andacht und mit munteren Berichten über den jeweiligen Ahallaritter durchgeführt. Die Begegnung mit unseren Altvorderen hat Uns angeregt, Euch ein Sonett des Ehrenschlaraffen Funke vorzutragen:

  

Nänie“  (lat. Totenlied)


Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,

    Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.

Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,

    Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.


Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,

    Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.

Nicht errettet den Göttlichen Held die unsterbliche Mutter,

    Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.


Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,

    Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.

Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,


    Dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene stirbt.

Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,

    Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.


Hierbei kommt Uns sofort der Ritter Bullauge in den Sinn. Er, von Beruf Ingenieur, war ein Mann mit wahrhaft umfassender humanistischer Bildung, was in unseren Generationen ja nur noch selten anzutreffen ist. WIR wollen dennoch so dreist sein, einen Versuch der Deutung – bezogen auf Schlaraffia – zu wagen:


Das Sonett beginnt mit der Feststellung des Unumstößlichen:


„Auch das Schöne muss sterben!“


Wir dürfen uns dabei nicht auf den heute gängigen Begriff von Schönheit, der meistens nur das Oberflächliche, Äußere  beinhaltet, beziehen, sondern den der Antike, der mehr umfasst, nämlich:  kalos kagatos, also schön und gut , d.h. Schönheit umfasst auch innere Werte, so wie es der ES Funke ja auch in der Kunst erstrebte: Vollkommenheit.


Also: „Auch das Schöne muss sterben!“


Denn selbst wenn es Götter und Menschen verzaubert, so beeindruckt es doch nicht den Beherrscher der Schattenwelt, den „stygischen Zeus“, den Gott Hades, also den Tod, der sich ja auch nur einmal – nämlich durch die rührende Klage des Orpheus um seine geliebte Eurydike – kurzfristig als nachgiebig gezeigt hatte.


Im zweiten Quartett belegt ES Funke die Behauptung mit Beispielen aus der griechischen Mythologie:

Die Göttin Aphrodite konnte den schönen Jüngling Adonis trotz ihrer Liebe nicht retten

und auch der Held Achill, Sohn der Meeresgöttin Thetis, musste vor Troja fallen!


Aber – und damit setzt ES Funke den Wendepunkt im Übergang zu den Terzetten – aber Thetis, die schönste der Töchter des Nereus, steigt mit ihren Schwestern aus den Fluten und beweint die Vergänglichkeit des Schönen, des Vollkommenen.


An den Schluss setzt ES Funke den Kontrapunkt, den er durch das „Aber“ schon angekündigt hat:


„Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,“

und er begründet es:


„denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.“

Also, es ist vergessen.


Schlaraffen hört! Hiermit hat ES Funke dem Unumstößlichen doch noch einen mildernden, versöhnlichen Aspekt angefügt, in gewisser Weise gegenüber gestellt – oder gar aufgehoben?

Unsere Freunde an der großen Rittertafel sind eben nicht „klanglos zum Orkus hinab“ gegangen, unsere Ahallafeyer, unser Besuch ihrer Gräber belegen es!


Wir wollen das Sonett nicht weiter ausdeuten, sondern es noch einmal vortragen und Wir  bitten, es unter diesen Gesichtspunkten noch einmal zu hören:


Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,

    Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.

Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,

    Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.


Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,

    Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.

Nicht errettet den Göttlichen Held die unsterbliche Mutter,

    Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.


Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,

    Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.

Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,


    Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.

Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,

    Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.


Der Versuch einmal frech zu sein….


Da ich eigentlich wohl erzogen bin und gar nicht frech sein kann, entspreche ich so dem Wunsche des Thrones, der sich durchaus kiebigere Junker und Knappen wünscht.


Und auch auf die Gefahr hin, dass so mancher Ritter einen Grund für eine Bemerkung findet, die er nicht so meint, wie er es gesagt hat, verlese ich das NAP der 2.858 Sippung vom 14. im Windmond, mit dem Ziel das Allgemeinwissen der Ritterschaft dieses Reiches zu befördern und die Entscheidungen des Thrones zu huldigen.


Es kann kein Zufall sein, dass in der Sippungsnummer die Ordnung des Diamantenschliffes „verborgen“ ist.

Die 2 steht für die beiden Ebenen des Brillanten: Untere und Obere

Die erste 8 multipliziert mit 5 minus 2 ergibt 24. Diese Zahl entspricht der Anzahl der Oberfacetten.

8 geteilt durch 2 multipliziert mit der zweiten 8 ergibt 32. Diese Zahl entspricht der der Anzahl der Unterfacetten.

Und 5 minus 2 ergibt nach Adam Riese 3. Es gibt beim Brillanten bis zu 3 verschiedene Flächenbezeichnungen: Facetten, Tafel und Kalette.

Nun wisst Ihr aufgeklärten Ritter, warum unsere Erleuchteten dieses Reiches die Ehrung des Ritters Boy Cott nur auf die 2.858 Sippung festlegen konnten.

Dieses NAP wurde zwar nicht vom Thron vergeben, jedoch vom Junkermeister genehmigt. Und Letzteres ist doch das Wichtigste.


LuLu Junker Peter (135)

Ritterarbeit des StJk Helmut unser 222er         Verlesen am 20. im Hornung a.U. 155

                                        

Schlaraffen hört!

Ein Wissenschaftlich instrumental unterstütztes  schallereignissreiches harmlos heiteres Streben  zum Thema:


MUSIKLEHRE  und SCHLARAFFISCHE SIPPUNGEN

(Die grandiose Medaille mit zwei gleichen Seiten)


Teil1: Beginn des wissenschaftlichen Strebens


A. Vorwort

Der Weltbund Schlaraffia wurde 1859 im Zeitalter der Aufklärung mit dem Ziel ge-

gründet, neben Humor und Freundschaft die Kunst zu fördern und zu gestalten.   Spiegel und Ceremoniale legen die bis heute wenig veränderten Abläufe des schlaraffischen Spieles fest.


Tragende Säulen der Kunst seit dem  Zeitalter der Aufkärung  nach begrifflicher Prägung von Goethe, Herder und Schiller sind ( Zitat) „die menschlichen Hervorbringungen zum Zwecke der Erbauung“, sei es als Theater, Literatur oder Musik


B. Begriffsdefinition die den folgenden Ausführungen zugrunde gelegt werden

a. Musik

historischer Begriff

ist die Kunst, durch geordnete Verbindung der Töne die Empfindungen einsichtsvoller Men-schen  zu erregen, deren Organe dafür empfänglich und ausgebildet sind.(Hector Berlioz 1859

heute wird schlicht von geordneten Schallereignissen gesprochen.

b. Musiklehre

umfasst  die musikwissenschaftlichen Bereiche Musiktheorie und Musikpraxis und definiert darin im wesentlichen  Formenlehre. Harmonie,Tonsatz und Rhythmus.

c. Sippungen

sind die unter dem Schutz und im Geiste UHUs veranstalteten schlaraffischen Zusammen- künfte


Teil2: Beginn des harmlosen Strebens


C. Preludium


In dieser Ritterarbeit  wird aufgezeigt, das die Musiklehre in ihrem Aufbau und Ablauf von Musikstücken (fast) identische ist mit dem Ablauf schlaraffischer Sippungen und das Spiel der  Schlaraffen  der selben Gesetzmässigkeit folgt, auch wenn kein einziger musikalischer Ton erklingt. Zielsetzung beider Formen ist am Ende  die Harmonie des Ablaufes  Der Anteil an praktische ausgeübter musikalischer Aktivität während einer Sippung ergänzt und vervollständigt.

.

Ich werde nun anhand einer Auswahl von  Beispielen die Überlappungen bzw Inhaltsgleichheiten  nachweisen. Damit werden  viele Sassen zur Erkenntnis kommen, dass sie mit ihrer bisher unentdeckten Musikalität dem logischen und geordnetem Schallereignis in ihrem schlaraffischen Tun folgen und damit eine Sippung  musiktheoretisch (ohne es zu wissen) bereichern. Die musikalische Untermalung der Beispiele wird mit dem elektronischen Clavizimbel zu Gehör gebracht.



Teil3: Einstieg in das heitere Streben     


Allegro con inspiratione über Vorspiel,Auftakt, Thema,Takt


Vorspiel

1a. bei (fast)jedem Musikstück gibt es ein Vorspiel. Dies lenkt die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf  den Solisten bzw den bevorstehenden musikalischen Genuss

      eKlavizimbel : Entertainer

1b.Bei der Vorbereitung auf das Sippen  ist der Einritt das Vorspiel. Wahlwürdenträger, Gäste, Pilger und Inhaber von Reychsämbtern überlassen sich ihren Neigungen und Wünschen in froher Erwartung des auf sie zukommenden.  Oberschlaraffen nehmen  in der Vorburg Aufstellung, damit das emsige Gescharre erregter Ritter in der Burg auf ihren Plätzen ein Ende  findet. Wehe dem Ceremonienmeister, der es nicht versteht, sich hier durchzusetzen.  Gelingt es ihm aber dennoch mit lauter Stimme, so beginnt der

Auftakt 


2a. der musikaliche Auftakt ist ein unvollständiger Takt mit meistens einer kurzen Note.

      EKlavizimbel : Auftakt g

2b.  der Auftakt der Sippung erfolgt durch den von dutzenden harrenden Sassen erwarteten kurzen prägnanten  Ruf  des Ceremonienmeisters (Zitat) „ Die Oberschlaraffen reiten ein“. Unbändiger Jubel lasst erwarten das sich großes zutragen wird.

Danach  tritt der Truchsess in Aktion und gibt seine persönliche Note zum


Thema


3a. Ein musikalisches Thema kann aus der abendländischen Musik, der Kirchenmusik, Volksmusik, Schlager, Operette,dem schlaraffischen Liedgut  stammen und ist eingepasst in die  künstlerischen Durchführung einer Veranstaltung entweder humorvoll oder getragen, schwer oder leicht, seicht oder beschwingt.

        eKlavizimbel :Der 3. Mann

3b. Die fantastischen Gabe des Truchses, des Lesens,Denkens und Sprechens gleichzeitig kundig zu sein, ermöglicht diesem den   Einstieg in das Sippungsthema mit einer  Fechsung wie z.B.

     Heut werden Junker streng geprüft,

     ob sie wohl zum Ritter taugen

     und das ganze recht formal

     unter Uhus scharfen Augen

     und da ist dann noch -  es ist wohl  wichtig

     zu behängen einen Funghi – und das richtig,

     so neige er das Haupt,das ist wohl klar

     zur Erlangung  des AHA


Eine Entscheidung vonTragweite, denn der Fungierende legt jetzt  fest den


Takt 

4a. Der Takt  bezeichnet in der Musik eine Gruppierung von bestimmten Notenwerten mit gleicher Zählzeit, die meistens mit dem Grundschlag identisch sind. 

         EKlavizimbel: Schlagzeugvarianten

4b.Die Sippung gewinnt an Fahrt. Der nun Erleuchtete  gibt den Takt für den weiteren Ablauf der Sippung vor. Ein musikalisch völlig überforderter Marschall, der zum Auftakt schon einmal das Tam Tam  völlig in den Sand gesetzt hat, erwartet untertänig  seine Anweisungen. Doch die erste Anweisung  geht an den Zinkenmeister, der das Abenlied spielt und alle Sassen gesanglich einbindet und ihrem ersten Höhepunkt nahe bringt. 

Teil 4: Höhepunkte des heiteren Strebens             

Andante largo: Improvisation,Artikulation und Dynamik


Improvisation

5a.Als Improvisation wird die Form musikalischer Darbietung verstanden, in der das ausgeführte Tonmaterial in der Ausführung selbst entsteht und nicht vorher schriftlich fixiert worden ist. Dabei stellt  die Improvisation hohe Anforderung an einen Ausführenden .

                      eKlavizimbel: div Variations

5b.Welch kluge Entscheidung der  Ur Schlaraffen, den Fungierenden in seiner  Weisheit unfehlbar und unantastbar zu machen. Damit sind ihm Tür und Tor zur Improvisastion in jeder Sippungsphase geöffnet. Frei nach dem Motto: „eine starke Behauptung ist besser als ein schwacher Beweis“ lenkt er die Sippung zum Erfolg oder in den Abgrund. Die hier im Reych vergebenen Titul an die amtierenden   Oberschlaraffen, wie.z.B.

Reychsmanipulierer (OÄ), honigsüsser Ayatolla (OK) oder Ukulelenbändiger (OI) zeigen, mit welcher Improvisationsgabe alle schlaraffischen Hürden genommen wurden.

Weitere von allen Sassen in Sippungen geforderte Fähigkeit  ist die


Artikulation

6a.Unter Artikulation in der Musik  die Art und Weise zu verstehen, wie der einzelne Ton stimmlich oder instrumental erzeugt und gebildet wird und wie aufeinander folgende Töne ‚gelenkig’ miteinander verbunden werden  Diese Verbindung kann eng oder locker, der Zeitraum zwischen den Tönen also klangerfüllt oder durch sogenanntes Absetzen stumm sein

                         eKlavicimbel:  Jazz Waltz Nr 1

6b.Die schlaraffische Vielfalt von Artikulationskünstlern in den Sippungen ist unübertreffbar.

Wenn  der Ceremonienmeister staccato(abgesetzt/kurz/betont) seine Anweissungen zum Einritt der Gäste verkündet , wenn der Fungierende legato (gebunden) Gruss- und Willkommensworte zelebriert, wenn der Mundschenk portato (getragen) saure Lethe aus alten Schläuchen zur Labung anbietet, dann erklingt das von der Ritterschaft den Gästen tenuto entgegengebrachte fördegewaltige dreifache LuLu  mit unnachahmlicher Dynamik



Dynamik

6a.mit Dynamik wird in der Musik die Lehre von der Tonstärke. Dabei unterscheidet man einheitliche,gleitende oder abrupte Lautstärke                                                                                             eKlavicimbel: Akkorde in div Lautstärken

6b Hier schlägt in der Sippung nun die Stunde der dynamisch aggierenden Individualisten aus der Garde der Reychsämterträger. Pianopianissimo(sehr leise) ist das Genre des Schulrates, mezzoforte bis forte(mittellaut bis laut) geisselt der Junkermeister die ihm Anvertrauten,mit crescendo(lauter werdend)  versucht der Säckelmeister seine Pfründe einzutreiben, sforzato(starke Betonung) ist das Argument des OK und  subito(überraschend) glänzt der Hofnarr mit  stets neuen Erkenntnissen. .

Teil 5 wissenschaftliche Abschlussbetrachtung  

Harmonie

Die Harmonie ist die Vereinigung von Entgegengesetztem zu einem Ganzen und bezeichnet: allgemein die Übereinstimmung, Einklang, Eintracht, Ebenmaß in der Musik und in der Kunst. In der zwischenmenschlichen Kommunikation ist sie ein Gleichklang der Gedanken und Gefühle

Der Begriff „Harmonie“ wird in der Regel dort verwendet, wo man neben einer bestimmten Regelmäßigkeitin der Anordnung einzelner Objekte bzw. ihrer Teile noch einen Sinn, eine Wertbezogenheit anzumerken glaubt.


Wo können Schlaraffen das besser unter Beweis stellen, als in ihren Sippungen. Wenn sich also die Musiklehre mit den dargestellten Begriffen und Abläufen  vollzieht und damit deckungsgeich in vielen Bereichem mit schlaraffischem Sippen ist,  dann ist die Harmonie -und damit  der Erfolg -  eigentlich nur noch vom Wollen der Beteiligten  abhängig. Und das Schlaraffen, gelingt  im Uhuversum nun schon über 150 Jahre. Orientiert man sich  an  der Medaillie Musik erhält man gleichermassen die Medaillie schlaraffisches Sippen, folgt man  der Medaillie Sippen als Form der Kunst , so  erhält man gleichermassen die Medaillie Musik. Das schallereignisreiche  harmlos heitere Streben kann somit weiter – und das noch hoffentlich viele Jahrungen – seinen Lauf nehmen.


Als Beispiel musikalischer Harmonie von Kunst und Ton ein Abschlussklang auf dem E-Klavicimbel –

Gleichzeitig als Dank für das Interesse an meinen  Ausführungen.

                            eKlavicimbel: Demo Version


Schlaraffen hört. Nach Kenntnis dieser Ausführungen kann nun jeder Sasse ob musikalisch oder von der Selbsteinschätzung  unmusikalisch  ( ich zitiere aus der 5.Auflage des schlaraffischen Klangbuches)..das schlaraffische Spiel in den Sippungen bereichern,auflockern und die Bedeutung mancher Stunde unterstreichen 


     

LuLu


Winterungsschluß


Numero IV

Ritter Mook-man (135) im Ostermond a.U.155



Habt Ihr ´nen Strich wohl schon gezogen

und für Euch selbst recht abgewogen,

wie Ihr die Wint´rung so habt erlebt,

wenn´s in die Sommerung nun geht?


Des Herbstes Monde hatten ihre Tücken,

als wir verspätet Fuß gefasst.

Doch dann in Frohmut derer Sassen,

kam alles richtig gut zu Pass.


Zur Halbzeit hin, in Christmond´s Tagen,

da sah´n wir uns zusammensteh´n

und konnten Julklapp fröhlich ohne Plagen

in schlaraffisch großer Harmonie begeh´n.


Als Eismond, Hornung ihren Hut genommen,

der Winterling, die Zaubernuß schnell zeigten erste Farbe.

Nun  grünt´s und blüht, der Frühling hat begonnen

und wir geh´n in die Sommerung bis zu des Herbstes nächsten Garben.


LULU


Schlaraffen hört,

Mir sei eine Vorbemerkung gestattet, nämlich dass ich nach der Fechsung gerne noch eine Nachbemerkung von der Rostra abgeben möchte:


Inzwischen ist a.U. 155 zu einem Viertel schon vergangen. Aber nicht die Zahlen 1 und 5 und 5 beschreiben diese – für die Flensburgia so bedeutsame Winterung. Die Höhepunkte werden vielmehr in einer Rechenoperation beschrieben, nämlich zwei hoch zwei = 4.

Es ist doch ein Hoch, wenn ein Junker zum Ritter geschlagen wird oder wenn ein Knappe in den Junkerstand erhoben wird. In der Flensburgia haben wir nicht nur diese beiden Ereignisse gehabt, sondern diese jeweils im Doppelpack: 2 hoch 2 eben und das macht 4. Zwei Ritter und heute zwei Junker.

Da das heutige Doppelpack leider in der Summe ihrer Wiegenfeste nicht einmal 155 erreicht, sondern nur 149, ist es mir unmöglich, beide in Zahlen zu beschreiben. Ich suche daher nach anderen Vergleichen.

-Für das bekannte Doppelpack aus der Stummfilmzeit sind Junker Bernd und Junker Volkmar zu dünn und zu schlau.

-Unserer Junker als Twix – der Schokoladensnack- zu beschreiben, passt auch nicht wirklich, denn gleich seid Ihr beide nun garantiert nicht.

-Eine Bonbonreklame wirbt damit: Nimm 2. Aber so süß wie diese Bonbons seid Ihr nun auch nicht gerade.

-Erst eure Biografien eröffnen den Blick für das Gemeinsame und auch Wesentliche, den unsere Erleuchteten natürlich schon längst gehabt haben.

Ihr Beide habt tapfer unser Vater- und Mutterland verteidigt. Und auch in der Burg seid Ihr standhaft und hart wie eine Eiche.

Ihr seid für mich ab heute und für immer da

die Doppeleiche des Reiches Flensburgia.

LuLu

Und nun die Nachbemerkung:


Möge das Reich wie auch diese Doppeleiche stetig im Uhuversum wachsen und allen Stürmen und Widrigkeiten trotzen. Insbesondere möge die Doppeleiche dem Ritter Kipplauf dann Schutz gewähren, wenn er bei dem Erscheinen des ersten Wildscheines in unserem Reich panisch und ängstlich Schutz suchen sollte.

LuLu

Gegeben am 17. im Ostermond a.U. 155